Schlagwort-Archive: 22. November 1963

Die geheimen JFK-Akten: Fake-News vs. Fakten

 

Ein Gastbeitrag von Mathias Bröckers.

Die auf über 110.000 Seiten geschätzten unveröffentlichten Akten im Zusammenhang mit dem Mord an John F.Kennedy, die laut Gesetz spätestens  am heutigen Stichtag zugänglich gemacht werden müssen, sind bisher (18.00 MEZ) auf der Website des National Archives noch nicht aufgetaucht. Aber in den USA ist noch kein Büroschluß, es könnte also noch etwas kommen.John F. Kennedy - Staatsstreich in Amerika Auf den allerletzten Drücker, aber o.k. – das  Archiv hatte ja auch nur 25 Jahre Zeit. Was zeigt, wie wichtig es sämtlichen Präsidenten seitdem war, die wahren Hintergründe dieses Mords aufzuklären. Offenbar hatten sie die wichtigste Lektion gelernt: wer aus der Reihe tanzt als POTUS, dem blüht Dallas.
Jeff Morley hat einige Punkte zusammengefaßt, die man zu den anstehenden Veröffentlichungen wissen sollte. Auch in meinen vielen Postings zum Thema steht schon einiges darüber, was zu erwarten ist. Bevor die Unmengen von Files durchforstet sind, gilt das erste Interesse natürlich der Frage, welche Akten auch weiterhin zurückgehalten werden,  weil Trump den Einsprüchen der Geheimdiensten folgt, die “nationale Sicherheit” vorschützen.
Dass das  ehemalige Nachrichtenmagazin  gegen weitere Geheimhaltung nichts einzuwenden hat, weil : “…der Akten-Hype dürfte falsche Fährten eröffnen, die Verschwörungstheoretiker befeuern, das Vertrauen in den Staat weiter erodieren und Trumps parallele Schattenwelt stärken, in der Realität und Fiktion immer mehr im Fake-News-Dunst verschwimmen” –  wundert kaum. Wer wie der “Spiegel” wider besseres Wissen nach wie vor die Einzeltäterthese des Reichstagsbrands von 1933 hochhält, hat mit dem Märchen von Oswald und der magischen Kugel natürlich auch kein Problem. Genausowenig wie mit der Behauptung, dass nicht die Geheimhaltung, sondern die Veröffentlichung von Akten “Verschwörungstheoretiker befeuert”  und die Publikation von behördlichen Dokumenten, Protokollen, Unterlagen – von dokumentierten Fakten also – nicht zur Aufklärung, sondern zum “Fake-News-Dunst” beiträgt. Auch die FAZ befürchtet, dass die Veröffentlichung “den Verschwörungstheoretikern neue Nahrung liefern.”
Hallo “Qualitätsmedien” ! Seit wann habt ihr Angst vor Fakten, Akten und verstaubten Dokumenten ? Macht euch doch bitte gleich an die Arbeit, wenn das National Archiv in die Hufe kommt. Es könnte zwar sein, dass euer Märchenglaube und die dumpfe Copy-Paste-Fake-News-Produktion von einigen dieser Fakten erodiert wird…aber hey, dafür sind Journalisten doch eigentlich da. Wie ? Zuviel, können wir nicht schaffen? Okay, dann macht halt weiter Fake-News, es glaubt euch eh schon kaum noch ein  Schwein….

Wir danken dem Autor für die Erlaubnis der Veröffentlichung.
Der Originalbeitrag erschien hier:
http://www.broeckers.com/…/die-geheimen-jfk-akten-6-fake-n…/

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