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Peter Denk – Der Informationskrieg: Lügenpresse vs. Fake-News (24.08.2017)

Der Vortrag von Peter Denk, gefilmt in Bautzen, geht der Frage nach, wie manipulierbar Menschen sind und warum die Medien ein wichtiges Werkzeug sind, um deren Meinung zu lenken und zu steuern.
Dabei wird aufgezeigt, dass Bilder und Wortschöpfungen in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen einen Wahrheitsgehalt in das komplette Gegenteil umkehren können, wenn es so gewünscht ist.
Ebenso effektiv für eine gewünschte Meinungsmache ist nicht das Fälschen und Verdrehen von Tatsachen, sondern ganz einfach deren Weglassen. Es entsteht eine Lücke in der Berichterstattung. Es wird nicht das vollständige Bild eines Ereignisses gezeigt. Wir haben es mittlerweile vielfach mit einer „Lückenpresse“ zu tun.

Eine öffentlich-rechtliche Medienlandschaft, welche übrigens vom Steuerzahler zwangsfinanziert wird, sollte eigentlich die Funktion der „vierten Macht“ übernehmen, indem sie durch neutralen und aufklärerischen Journalismus der Bevölkerung helfen soll, ihre Meinung selbst zu bilden.
Aber dieser Traum eines unabhängigen Journalismus‘ kann man, wie der Vortrag von Peter Denk zeigt, mittlerweile als obsolet betrachten. Längst haben Lobbyistengruppen und Parteien einen so hohen Einfluss auf Inhalt und Sendeformat von Rundfunk und Fernsehen, dass von unabhängigen Medien nicht mehr die Rede sein kann [1].

Alternative Medien werden teilweise diffamiert, weil sie versuchen, ein Gegenbild zu zeichnen. Oder sich einfach nur das Recht herausnehmen, den Artikel 5 des Grundgesetzes (Recht auf freie Meinungsäußerung) zu leben. Mit Begriffen wie „Fake-News“ und „Hasskommentare“ wird dann versucht, diese Medien in ein schlechtes Licht zu rücken.
Sollte all dies nicht helfen, muss ein „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ für Ruhe und Ordnung sorgen.

Peter Denk zeigt in seinem Vortrag die Macht der Manipulation, wie sie eingesetzt wird und warum die Meinung einer Bevölkerung „gebildet“ werden muss.
Ob dies weiter gelingt, ist fraglich. Die Auflagezahlen des Springer-Verlages sinken und sinken [2].
Vielleicht ist die Manipulationsmöglichkeit der Menschen an eine gewisse Grenze gelangt. Oder wie einst Otto von Bismarck sagte: „Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben.“

http://krisenrat.info/

[1] https://www.welt.de/politik/deutschland/article155134202/Die-exklusive-Macht-der-Rundfunkraete.html
[2] http://www.horizont.net/medien/nachrichten/IVW-42015-Auflage-der-Bild-faellt-unter-2-Millionen-138404

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