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„Ich wollte einfach nur überleben.“ – Justin Sonder, Auschwitz-Überlebender, im Gespräch

Justin Sonder wurde am 18. Oktober 1925 in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern geboren. Am 9. November 1938 erlebte er als Augenzeuge die Pogromnacht in Chemnitz.

Justin Sonder begann nach dem Schulabschluss 1941 eine Lehre als Koch. Er wurde im gleichen Jahr zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Am 27. Februar 1943 wurde Justin Sonder verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Dort überlebte er unvorstellbare Zustände, Hunger, Schläge, Zwangsarbeit und die Selektionen, die für ihn das Schlimmste waren. In mehreren Todesmärschen gelangte Justin Sonder schließlich im April 1945 ins fränkische Wetterfeld, wo er am 23. April 1945 durch die amerikanische Armee befreit wurde. Am 19. Juni 1945 kehrt Justin Sonder gemeinsam mit seinem Vater in seine Heimatstadt nach Chemnitz zurück, wo er seitdem lebt.

Bis auf seinen Vater wurden alle weiteren 22 Verwandten ermordet.

Im Februar 2016 reiste Justin Sonder 90-jährig nach Detmold, um als Zeuge im Prozess gegen den 94-jährigen ehemaligen SS-Unterscharführer Reinhold Hanning auszusagen, der als Wachmann in Auschwitz arbeitete.

Justin Sonder wird im April 2017 zum Ehrenbürger von Chemnitz ernannt. Die Stadt würdigt damit das Engagement des 91-jährigen Chemnitzers und Auschwitz-Überlebenden zur Aufarbeitung von Verbrechen des Nationalsozialismus.

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