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„Warum ich Trump so schrecklich gut finde!“

Ein Gastbeitrag von Jürgen Bodelle

Donald Trump

Was halten Sie von einer handfesten Demaskierung? Wie viele Bemühungen gab es. Jahrzehntelang. Aufklärung. Fakten. Nachweise. Beweise! Wie viele Bemühungen liefen ins Leere! Dem Dollar-Imperium dienten die eloquenten Masken der Clintons und Obamas stets als Verharmlosung der amerikanischen Brutalität. Sie dienten als Verschleierung von wahrer Herrschaft und politischer Macht. Die amerikanischen Strategen, die nach alleiniger Weltherrschaft streben, hatten sich bislang einem langen Versteckspiel verschrieben. Stets blieben die Hintermänner im Dunkeln. Jedenfalls für die Masse unserer deutschen Medienkonsumenten. Freilich auch für die Masse der US-Bürger.

Nun tritt einer aus dem Kreis der amerikanischen Hintermänner heraus. Und er tritt ganz offen und unverblümt auf. Ich find das klasse. Es hat Klasse. Und er repräsentiert wie kein anderer seine Klasse. Er hat echtes Format. So wie er ist, ist das Dollar-Imperium. Dumm. Dreist. Egoistisch-nationalistisch.

Die Herrschaft von Geldadel, von superreichen Familienclans und ihren Konglomeraten wird bei uns im heilig-christlichen Westen gemeinhin als „Demokratie und Marktwirtschaft“ verkauft. Die Herrschaft von reichen Oligarchen – also die Herrschaft der Wenigen über die Vielen – wird im Auftrag der Wenigen so gut es geht verschleiert. Damit der Schwindel nicht aufliegt, sind eine Unzahl von PR-Abteilungen mit den Mitteln der Psychologie damit beschäftigt, an den psychisch-emotionalen Schwachpunkten der Bürger anzusetzen. Wir erleben es gerade jetzt im deutschen Wahlparty-Getümmel.

Wir kennen es aus unserem Land nur zu gut – und so trifft es auch und gerade in den USA zu: Die Menschen entscheiden überwiegend nach Emotionen. So wählt man nicht diejenigen, die die eigenen Interessen vertreten, sondern die das Handwerk der Schauspielerei am besten beherrschen. Politik ist für die Masse ein merkwürdiges Geheimnis. Man sieht die einzelnen Personen, aber nicht das System dahinter.

In den Achtziger Jahren war Reagan in doppelter Hinsicht ein klassischer Schauspieler. Er deindustrialisierte im Namen der Hochfinanz die amerikanischen Industriesektoren, ließ sie nach Asien, gerade auch nach China, auslagern. Er, der Erzkonservative, verkaufte sich als kapitalistischer Könner – und war doch nur ein billiger Verscherbler. Das Geld aus der Verscherbelungsaktion ging an die Wallstreet. Der Casinokapitalismus nahm seinen Lauf.

Nun also Trump. Er hat die katastrophale Folgen seiner Brüder im Geiste zum Thema erhoben und zieht daraus die in seinem Sinne durchaus ehrliche, aber wiederum verheerende Schlussfolgerung: America first. Er betreibt einen unverhohlenen Währungskrieg gegen den Euro. Seine Handelspolitik entspricht absolut dem nationalkapitalistischen Ellenbogenprinzip. Er hat China ins Auge gefasst. Aber er traut sich noch nicht zum Äußersten. Also wird er den Welthandel angreifen. Ein Wirtschaftskrieg, den er und die unselige Vasallen-EU bereits gegen Russland, den Iran und Syrien führen.

Aber die Trabanten-EU hat begriffen. Erst dieser Tage, aber es scheint, dass sie begriffen hat. Das also hat Trump doch gut gemacht. Er hat seine Vasallen unsäglich blamiert und im Regen stehen lassen. Er ist ein ehrlicher Imperialist. America first. First Banc of America.

Was die Historiker inzwischen wissen: Der aggressive Kurs gegen die europäische Konkurrenz begann mit dem Jugoslawienkrieg, in das die USA die Europäer hineinstieß. Die Europäer haben sich als Trabanten verhalten und sich damit ins eigene Fleisch geschnitten. Es war der Anfang des Unfriedens, der mit der Ukraine seinen Fortgang nahm und sich bis zum Irak-, Libyen- und Syrien-Konflikt hochschaukelte. Eine hochbrisante Mischung. Trump gibt noch mehr Zunder in die bereits hochexplosive Mischung.

Er hofiert die schlimmste faschistisch-islamistische Macht auf diesem Planeten. Unverblümter geht es nicht. Clinton, Obama und Co. hätten es geschickter angestellt. Heimlich. Still. Und leise. Und schön hinterrücks. Ohne Medien. Für sie wäre das – wie bisher – Geheimsache. Geheimdienstsache. Trump aber gibt das innerste Wesen des Dollar-Imperiums preis.

Fast könnte ich ihn lieben. Für diese Ehrlichkeit. Ihn und seine Satellitenschauspieler in der EU, inklusive jener sich harmlos gerierenden professionellen Politschauspieler in meinem good old Germany. Und doch hasst uns Trump, der ehrliche imperiale Ami, weil er eben doch trotz aller scheinheiligen „Bündnistreue“ in der kapitalistischen Konkurrenzmaschine gefangen ist.

Das Dollar-Imperium hat diesen Mann an seiner Spitze verdient. Trumps Vorgänger, die eloquenten Heuchler, haben den Karren dieser Welt lange genug an die Wand gefahren. Sie haben Vorarbeit für seine Auftritte geleistet. Wir erleben seine Auftritte – und viele sind verwundert. Ja, du meine Güte, was haben Sie denn erwartet? Kennt man nicht die Familienclans, die versuchen, die Alleinherrschaft in der Welt zu gewinnen? Kennt man nicht die Zahlen, der von den Amis in Gang gesetzten Rüstungsspirale? Trump macht das schon ganz gut. Er ist der lebende Beweis für die Aggression einer außer Rand und Band geratenen kapitalistischen Supermacht.

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die morgige neue Woche. Eine einzige Woche in der Reihe unendlicher Wochen. Machen Sie sich das bitte bewusst. Und seien Sie beruhigt: Eine neue Woche ist noch lange keine Neue Weltordnung. Gott behüte uns.

(Wir bedanken uns bei Jürgen Bodelle für die Genehmigung, diesen Beitrag veröffentlichen zu dürfen.)

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Obama ist das ideale Beispiel für die perfekte Verpackung eines kaputten Produkts

Ein Gastbeitrag von Willy Karma

obama

Ja, auch ich war damals glücklich und gerührt. Der erste schwarze Präsident. Ein anständiger, sympathischer Typ. Friedensnobelpreis. Und nun, kurz vor Ende seiner Amtszeit, zeigt er sein wahres Gesicht und stationiert Militärs an der russischen Grenze… mit dem WISSEN, dass dies höchstwahrscheinlich in zwei Wochen eh rückgängig gemacht wird. Das ist doch kein friedlicher Staatsmann. Das ist ein eingeschnappter Provokateur. Und kommt mir nicht mit „Anti-USA“.
Nicht mit mir…
Ich liebe die USA. Oder besser: das „Konzept“ USA. Ich ging dort in den Kindergarten. Verbrachte 13 Jahre auf einer deutsch-amerikanischen Schule. Chillte mit Kindern von US-Soldaten. Verkleidete mich an Halloween, als das in Deutschland noch eine unverständliche Buchstabenkette war (Hallo, was?).
Es MUSS – auch in unserer überpolitisierten, unterbelichteten Gesellschaft – möglich sein, frei und offen zu sagen, was man über die aktuelle Politik eines Landes denkt, OHNE in eine vorkonstruierte Ecke geschoben zu werden.
Dasselbe gilt auch für die Politik Israels. Und kommt mir nicht mit „Anti-Israel“. Ich liebe Israel. Ich bin dort geboren. Meine halbe Familie lebt dort. Es ist das schönste Land der Welt für mich und ich liebe seine Menschen, ihre Kultur und Wärme. Genauso liebe ich die Kultur und Wärme der Palästinenser. Was für ein Glück, dass das Schicksal es mir vergönnte, Freundschaft mit einigen zu schließen. Ich kann unmöglich meine Augen vor der Tatsache verschließen, dass diese Menschen wie VIEH gehalten werden. Und israelische Siedlungen bewusst und grob gegen internationales Recht verstoßen. Das hat längst nichts mehr mit Sicherheit zu tun. Das ist Größenwahn. Und die Hälfte der Israelis denkt genauso. Nur „wir“ hier im sicheren West-Europa brüllen herzlose Parolen wie „Verteidigung! Alles Verteidigung! Es gibt kein Palästina!“ Das ist kein Patriotismus, das ist eine kollektive Psychose. Und mir liegt das Leben ALLER Menschen in dieser Region am Herzen, nicht nur derer mit dem richtigen Pass. Also nennt mich nicht Israel-Feind.
Und nun stehen Panzer vor Russland, wie 1940… und es ist okay. Weil Putin ein Despot ist und sich angeblich in US-Server reinschnüffelt? Und nennt mich nicht „Putin-Versteher“. Ich habe den Mann noch nie getroffen, wie soll ich ihn verstehen? Und nennt mich auch nicht „Russland-Freund“. Mein Vater war 12 Jahre in einem sibirischen Gulag zur Zwangsarbeit inhaftiert. Seine Eltern starben bereits nach wenigen Wochen und auch viele seiner Freunde verhungerten, erfroren oder verendeten elendig. Ein Wunder, dass er – dank seiner Kraft und Jugend – überlebte und – trotz aller Traumata und einer gestohlenen Dekade seines Lebens – zu meinem liebenden Vater wurde… und viele Jahre später in FREIHEIT, nicht in Gefangenschaft sterben durfte. Also, nennt mich nicht „Russland-Freund“. Und nennt mich auch nicht „Russland-Feind“. Meine Eltern wuchsen beide in der Sowjetunion auf, bei uns zu Hause wurden die russischen Meister gelesen, gehört und betrachtet. Es sind großzügige, bedachte, ehrliche Menschen. Und darunter auch Ganoven, Lügner und Trolle. So wie auch bei uns. So wie überall. Also nennt mich nicht Russland-Feind.
Hört auf damit, Menschen in Schubladen zu stecken. Die einzigen, die davon profitieren, sind Zähler, Ordner, Verkäufer und Führer. Wir haben keine Vornamen, damit wir zu anonymen Elementen in kollektiven Zuordnungskonstrukten werden. Denn genau das passiert gerade hier in unserem Land. Jeder ist plötzlich „irgendwas“. Typisch deutsch. Und nennt mich nicht „Deutschland-Feind“. Nicht mich. Ich bin hier aufgewachsen und schätze so vieles an dieser Kultur. Die deutsche Sprache ist die Sprache meiner Kunst und ich trage Hoffnung in mir, dass dieses Land nach der Katastrophe vor 80 Jahren noch den richtigen Weg geht. Also nennt mich nicht Deutschland-Feind.
Nennt mich nicht Veganer, weil mir das Wohl von unschuldigen Tieren am Herzen liegt. Nennt mich nicht links-liberal, weil ich mich für Homosexuelle einsetze. Nennt mich nicht Verschwörungstheoretiker, weil ich die Musik von Xavier Naidoo genieße. Nennt mich nicht Öko, weil ich endlich auf allen Dächern Solarpanels sehen will. Nennt mich nicht Kommunist, weil ich die absurden Verwirrungen des Turbokapitalismus nicht feiere. Nennt mich nicht Gutmensch, weil es mir VERF*CKT egal ist, was für eine Handymarke Flüchtlinge besitzen. Nennt mich nicht Eso, weil ich zum Universum bete. Und nicht „Nerd“, weil… Gründe gäbe es genug 🙂
Wisst ihr was? Nennt mich doch einfach Willy. Das ist mein Name. Ich bin die Schnittstelle zwischen multiplen Konflikten auf dieser Welt. Deutschland, Russland, USA, Israel. Beide Eltern Flüchtlinge – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich trage ALLES in mir. Ich kenne kein Vaterland. Ich kannte und liebte meinen Vater. Ich kenne keine Muttersprache. Ich kenne und liebe meine Mutter. Ich kenne keinen Bruderkuss. Ich kenne und liebe meine Schwester. Kein Land, kein Staat, kein Glaube, keine Ideologie, keine Hautfarbe, keine Gruppe, keine Einstellung hat bei mir eine Grundsympathie. Jeder Mensch muss mich VON SICH aus überzeugen, so wie ich es auch tun muss. Und ich kann auch jemanden lieben, der NICHT so denkt und fühlt wie ich selbst.
Und nennt mich nicht Welt-Feind, nur weil ich nicht nach den aufoktroyierten Regeln des Hasses, der Spaltung und der Zugehörigkeit spiele. Denn ich liebe diese Welt.
 Danke.

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