Schlagwort-Archive: OSZE

Willy Wimmer spricht in Bautzen (06.10.2016)

Zum dritten Mal in diesem Jahr folgte der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) der Einladung nach Bautzen, um vor einem aufgeschlossenen Publikum über seine Insiderkenntnisse zur weltpolitischen Lage zu sprechen. Im Anschluss stellte sich Willy Wimmer (73) den Fragen der Bürger – eine gelungene Veranstaltung organisiert von Hentschke Bau GmbH, einem mittelständischen Unternehmen mit Sitz in Bautzen.

Wir bedanken uns bei KULTURPRODUKTION Marco Grüttner für die Bereitstellung des Filmmaterials.

https://www.youtube.com/channel/UCmhw2lHTUGfNO_bTxWo9XeA

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DEUTSCHMissbrauchsfall OSZE – Die Umkehr des Kosovo im Donbass

Ein GASTBEITRAG von Mark Bartalmai

DEUTSCHMissbrauchsfall OSZE – Die Umkehr des Kosovo im Donbass

Zu einem Missbrauch gehören immer mindestens zwei – einer der missbraucht wird und einer der missbraucht. Manchmal sind es aber noch viel mehr Missbraucher. Im Falle der OSZE sogar ganz viele. Eine unbekannte Anzahl an Interessengruppen und vor allem Medien. Und manchmal – aber nur manchmal – liegt so ein seltsamer Geruch in der Luft. Ein Geruch, als ob die OSZE sich gar selbst missbraucht und nicht nur Missbrauchsopfer ist.

Ich sehe sie förmlich vor mir, die Schreiber von Spiegel und FAZ. Wie sie sich wichtig versammeln in diesem Hotel in Berlin, um mit Alexander Hug, dem stellvertretenden Chef der Special Monitoring Mission (SMM) der OSZE für die Ukraine, zu sprechen – fast beinahe exklusiv, versteht sich. Sie interviewen jemand Wichtigen, der einen Namen hat in der gegenwärtigen Konfliktgeschichte, die da geschrieben wird in Europa. Sie sind die Speerspitze der freiheitlich-demokratischen Berichterstattung, diese Journalisten der “Großen” in der Hauptstadt. In Donezk wiederum läuft das so: Nelja und ich erfahren per Telefon von der Pressekonferenz der OSZE 10 Minuten vor ihrem Beginn. Wir sind auf dem Weg, Waschmittel und Toilettenpapier zu kaufen. Wir halten auf dem Weg zum Supermarkt am Park Inn an, wo die OSZE untergebracht ist und machen unseren Job. Berichterstattung. Es ist unsere Arbeit hier. In Berlin ist sicher mehr Glamour dabei. Alles irgendwie mehr “Wow!”. Denn in Berlin hat Alexander Hug der FAZ und Spiegel Online wahrscheinlich endlich die ersehnten Beweise für die grauenhaften “Separatisten” und die “russischen Truppen” geliefert. Zumindest, wenn man die Artikel liest.

Doch, wenn man Alexander Hug bei seiner Pressekonferenz in Donezk (nach Erscheinen des FAZ- und SPON-Artikels) am 21. März 2016 so zuhört, überkommt einen das Grausen, wenn man sich die Kaltschnäuzigkeit der “Wortklauber” des deutschen Mainstreams vor Augen hält. Aber man spürt auch, dass die OSZE irgendwie auch Teil des Spiels ist und nicht nur von der Journaille in gewünschten und abenteuerlichen Kontexten auszugsweise zitiert wird, wenn es passend ist. Zitiert von Leuten, die nach dem Interview ins Berliner Nachtleben abtauchen, sich feiern und keine Ahnung vom Krieg haben, weil sie nie da waren, während Journalisten hier ihre Splitterschutzwesten im Kofferaum haben und oft abends mit Artillerie einschlafen.

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