Schlagwort-Archive: Vollgeld

Wer hat Angst vor neuem Geld? Folge 3: Steffen Henke und die Auseinandersetzung mit Vollgeld

Steffen Henke ist Mitbegründer und Vorsitzender der „Neues Geld gemeinnützige GmbH“, welche vor allem Kritik an der Art und Weise des derzeitigen Finanzsystems übt:
Die Aufgabe der Realwirtschaft ist es, dem Gemeinwohl zu dienen. Die Finanzwirtschaft dient dazu, den Markt mit Geld zu versorgen. Durch Fehlentwicklungen hat sich jedoch die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft abgekoppelt. Geld wird verzinst und die Zinsen werden wieder verzinst (Zinseszinseffekt). So wachsen die Guthaben exponentiell. Ein solches Wachstum ist nur zeitlich begrenzt möglich, weshalb unser Geldsystem immer wieder zusammenbricht und die Realwirtschaft mit in den Abgrund zieht. Im nationalen Rahmen hat es das in der Vergangenheit wiederholt gegeben. Durch die Globalisierung besteht nun die Gefahr eines globalen Zusammenbruchs.

Doch es geht auch anders: Mit Fließendem Geld, ohne zinsbedingte Umverteilung und mit mehr Vielfalt in den Geldsystemen.

Bereits heute ist der Beweis vollbracht, dass alternative Lösungsansätze funktionieren. Zeitbanken, die auf der Verrechnung von Arbeitsstunden basieren, Regionalwährungen, die regionale Wirtschaftskreisläufe fördern, und komplementäre Währungen, die in erster Linie sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen oder ökologischen Zwecken dienen. Diese „Währungen“ sind keine Konkurrenz zum Euro. Sie ergänzen, stabilisieren und bereichern das bestehende Geldsystem.

Zur Webseite: http://www.neuesgeld.net
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Wer hat Angst vor neuem Geld? Folge 1: Der „Elbtaler“ stellt sich vor.

Das globale Finanzsystem ist aufgrund seiner geschaffenen Struktur extrem anfällig für Krisen und Finanzcrashs. Ganze Staaten und Wirtschaftsteile ersticken unter einer immer höher werdenden Schuldenlast.
Die Zentralbanken drucken Geld in Billionenhöhe, welches aber längst nicht mehr in den Wirtschaftskreislauf fließt, sondern an den Finanzmärkten verspekuliert wird.
Es entsteht ein irrwitziger Kreislauf: Staaten leihen sich von den Banken Geld. Und Staaten retten mit Steuergeldern pleite gegangene Banken. Die Schulden und die damit verbundenen Zinslasten werden bedient, indem weitere, höhere Schulden aufgenommen werden.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Schneeballsystem uns regelrecht um die Ohren fliegen wird.
Was bedeutet das? Es muss umgedacht werden, wenn es ein „weiter so“ nicht mehr geben sollte.

Und es gibt Ideen. Es gibt Denkansätze.
Eine Idee ist die des Regionalgeldes. Eine Regionalwährung, die sich den lokalen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpasst, die ständig im Wirtschaftskreislauf zirkuliert und damit wieder seiner eigentlichen Aufgabe zukommt:
Der Wirtschaft und dem Handel zu dienen. Geld soll nicht gehortet werden und somit Reiche ohne Zutun reicher zu machen. Geld dient nicht zum Spekulieren. Geld soll genauso zirkulieren, wie es der Austausch von Waren und Dienstleistungen erfordert.

In Dresden gibt es das Regionalgeld der „Elbtaler“.
Derzeit wächst durch den Elbtaler ein Netzwerk aus regionalen kleinen und mittelständischen Firmen heran.
Da der Elbtaler eine regionale Währung ist, bleibt die Kaufkraft auch in der Region.
Der Elbtaler ist ein bewusst in Zeit und Raum begrenztes Geld. Er gilt nur in unserer Region und hat eine begrenzte Gültigkeitsdauer.

Thomas Strommer und Michael Grunow erläutern euch in ihrem Vortrag an der TU Dresden, wie das Prinzip des „Elbtaler“ gedacht ist.
Ebenso beleuchten sie die Probleme des derzeitigen global geführten Finanzsystems, um zu argumentieren, warum aus ihrer Sicht die Idee des Elbtalers die bessere wäre.

www.elbtaler.de
Originalvideo im Intro: https://youtu.be/DR0nGlvS118

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Der „Plan B“ der Wissensmanufaktur – Im Gespräch mit Rico Albrecht (02.04.2017)

Der „Plan B“ ist ein ausgearbeitetes Konzept und ein Denkansatz zu einer veränderten Gesellschaftsordnung und einem alternativen Geldsystem.
Rico Albrecht und die Wissensmanufaktur sehen darin eine echte systemische Alternative, die diskutiert und natürlich auch verbessert werden darf, anstatt der viel gepriesenen und vorgelebten „Alternativlosigkeit“ unserer derzeitigen Politik.

Anstatt innerhalb des bestehenden Finanzsystems über Wachstum und Schulden zu diskutieren, bietet er Lösungsvorschläge an: Fließendes Geld, Friedliches Bodenrecht, Natürliches Einkommen und eine freie Presse ergeben im Verbund eine Alternative, über die gern diskutiert werden darf.

Will man zum Beispiel die ständig wachsende Staatsverschuldung radikal lösen, dann bedeutet der Begriff „radikal“ etwas durchweg Positives: Man befasst sich mit der Wurzel allen Übels, anstatt sich nur über Symptome zu wundern, wie es im Durchwurstelpragmatismus der politischen Landschaft leider überwiegend der Fall ist. Seit Jahrzehnten erzählt man uns, wir bräuchten mehr Wachstum und müssten alle den Gürtel enger schnallen, um zukünftigen Generationen nicht nur Schulden zu hinterlassen – eine Aussage, die jeglicher Logik entbehrt, denn wenn eine ganze Generation verschuldet sein soll, dann fragt sich, bei wem denn eigentlich?

Im Interview mit Rico Albrecht versuchten wir herauszufinden, warum der „Plan B“ genau aus diesen vier Elementen (Fließendes Geld, Friedliches Bodenrecht, Natürliches Einkommen, freie Presse) bestehen muss und hinterfragten, wie man denn schlussendlich von der Theorie in eine umsetzbare Praxis gelangen kann.

Das Interview führte Stefan Becker.

http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b
http://www.wissensmanufaktur.net/rico-albrecht

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Alex Quint benennt Alternativen zum derzeitigen Finanzsystem (Teil 1)

Finanzdienstleister Alex Quint benennt Alternativen zum derzeitigen Finanzsystem und erklärt leicht und verständlich mögliche Alternativen und deren grundlegenden Eigenschaften, wie zum Beispiel Intrinsisches Geld, Vollgeld und Infomoney nach Franz Hörmann.
Dabei werden Vorteile aber auch Nachteile des derzeitigen Systems und der zu diskutierenden Alternativen anschaulich aufgezeigt und benannt.
Fakt ist: Alternativlosigkeit, wie sie derzeit gepredigt wird, gibt es nicht!
Ein Beitrag von eingeschenkt.tv Redakteur Max Bachmann.

 

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