Archiv der Kategorie: Live vor Ort

Wir berichten für Euch live vor Ort von aktuellen Geschehnissen.

4. Bautzner Friedensfest – Die Podiumsdiskussion (01.09.2017)

Beim vierten Bautzner Friedensfest fand eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern statt:
Dr. Robert Böhmer (Finanzbürgermeister von Bautzen)
Andreas Thronicker (Türmer von Bautzen und Moderator der Veranstaltung)
Bilbo Calvez (Initiatorin des Kunstprojektes „Die Bärensuppe“ – www.baerensuppe.berlin)
Mathias Tretschog (Gründer der Initiative „Stoppt den Krieg in Jemen“ – www.krieg-im-jemen.de)
Florian Ernst Kirner alias Prinz Chaos II. (Musiker, Künstler und Friedensaktivist – www.prinzchaos.com)
Sascha Vrecar (Friedensaktivist, Tanzlehrer und Teammitglied bei eingeschenkt.tv)

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Wer hat Angst vor neuem Geld? Folge 3: Steffen Henke und die Auseinandersetzung mit Vollgeld

Steffen Henke ist Mitbegründer und Vorsitzender der „Neues Geld gemeinnützige GmbH“, welche vor allem Kritik an der Art und Weise des derzeitigen Finanzsystems übt:
Die Aufgabe der Realwirtschaft ist es, dem Gemeinwohl zu dienen. Die Finanzwirtschaft dient dazu, den Markt mit Geld zu versorgen. Durch Fehlentwicklungen hat sich jedoch die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft abgekoppelt. Geld wird verzinst und die Zinsen werden wieder verzinst (Zinseszinseffekt). So wachsen die Guthaben exponentiell. Ein solches Wachstum ist nur zeitlich begrenzt möglich, weshalb unser Geldsystem immer wieder zusammenbricht und die Realwirtschaft mit in den Abgrund zieht. Im nationalen Rahmen hat es das in der Vergangenheit wiederholt gegeben. Durch die Globalisierung besteht nun die Gefahr eines globalen Zusammenbruchs.

Doch es geht auch anders: Mit Fließendem Geld, ohne zinsbedingte Umverteilung und mit mehr Vielfalt in den Geldsystemen.

Bereits heute ist der Beweis vollbracht, dass alternative Lösungsansätze funktionieren. Zeitbanken, die auf der Verrechnung von Arbeitsstunden basieren, Regionalwährungen, die regionale Wirtschaftskreisläufe fördern, und komplementäre Währungen, die in erster Linie sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen oder ökologischen Zwecken dienen. Diese „Währungen“ sind keine Konkurrenz zum Euro. Sie ergänzen, stabilisieren und bereichern das bestehende Geldsystem.

Zur Webseite: http://www.neuesgeld.net
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Die „Bärensuppe“ in Bautzen – Ein Projekt von Bilbo Calvez

Jeder gibt, so viel er kann. Und nimmt sich, so viel er braucht.
Dies ist die vorgelebte Idee von Bilbo Calvez, die derzeit durch Deutschland tourt. Bei jedem Tour-Stopp wird eine Suppe gekocht. Und diese Suppe entsteht ganz einfach, indem alle Beteiligten ihre Zutaten mitbringen und somit diese Suppe zubereiten.
Alle können von dieser Suppe essen. Alle können diese Suppe zubereiten. Jedesmal schmeckt sie anders. Und dabei stellt man schnell fest: Wenn sich alle beteiligen, so eine Suppe zuzubereiten, dann ist immer viel mehr Suppe da, als benötigt wird.
Und dies – so die Idee und der Gedanke von Bilbo Calvez – könnte aufzeigen, wie man den Sprung von der derzeit profitorientierten Gesellschaft hin zu einer Gesellschaft schaffen könnte, die ohne Geld und Gier auskommt.
Wir haben für Euch das Projekt „Bärensuppe“ in Bautzen gefilmt und mussten feststellen: Ja, es ist mehr als genug Suppe da. Jeder Mensch kann mehr als satt werden, wenn sich viele Menschen einbringen, zusammen halten, schnippeln, kochen und somit dafür sorgen, dass der Topf auf dem Herd eine Suppe hervorbringt, die alle satt macht. Ohne Geld. Ohne Gedanken an Profit.

https://www.baerensuppe.berlin

Wir senden für euch! Unterstützt uns! http://eingeschenkt.tv/spenden/ (Überweisung, PayPal, Flattr)

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Wer hat Angst vor neuem Geld? Folge 2: Raphael Fellmer – Geldstreik

Kann man ohne Geld leben? Ja, hat sich Raphael Fellmer gesagt und ist in den Geldstreik gegangen. Der Konsumswahn und die damit verbundene Schädigung der Natur und das Prinzip des Wegschmeißens waren für Raphael Fellmer und seiner Frau kein Weg mehr, den es galt, fortzuführen.
Ein Umdenken war angebracht. Schnell war gedanklich klar: Es dreht sich alles um’s Geld. Und wenn die Jagd nach dem Geld all diese Verwerfungen hervorbringt, lag der Schluss nahe, einfach in einen Geld-Streik zu gehen, also das Geld konsequent zu ignorieren.

So entstand die Idee des Geld-Boykotts.
Anderseits ließ sich schnell feststellen, dass bei der derzeit vorherrschenden propagierten Theorie des „Schneller – Höher – Weiter“ – Wirtschaftswachstums eine riesige Menge an Lebensmitteln und anderen produzierten Waren einfach auf dem Müll landen. Die Überproduktion an Lebensmitteln erzeugt Müll, der eigentlich gar kein Müll ist. Es wird einfach nur Weggeschmissen. Zum einem, weil manche „Lebensmittelprodukte“ nicht der vorgegebenen Norm entsprechen, zum anderen, weil einfach das weggeschmissen wird, was nicht verkauft wird.

So begann die Bewegung, die man heute „Containern“ nennt. Mit einer Stirnlampe ausgestattet, fischte Raphael Fellmer bei Nacht gut erhaltene und völlig brauchbare Lebensmittel aus den Containern von Supermärkten. Juristisch ist diese Art der Lebensmittelbeschaffung bedenklich: Die Container und deren Inhalt gehören den Supermärkten. Ein Herausnehmen von Inhalten wie Lebensmitteln aus diesen Containern ist somit eigentlich verboten.
Aber auch die Lebensmittelindustrie denkt mittlerweile um, und so gründete Raphael Fellmer das StartUp „SirPlus“, welches überschüssige Lebensmittel in Berlins erstem Food Outlet Laden bis zu 70% günstiger anbietet, als herkömmliche Lebensmittel. Dabei werden sie mittlerweile auch von großen Lebensmittelketten unterstützt.
Günstiger verkaufen ist besser als Wegschmeißen – So der Gedanke hinter dieser Idee.
In seinem Vortrag an der TU Dresden erzählt euch Raphael Fellmer über seine Zeit ohne Geld und berichtet Euch vom Projekt „Sir Plus“, welches sich dem Verkauf von Lebensmitteln widmet, die eigentlich völlig unbegründet weggeschmissen werden würden.

zum Podcast: https://hearthis.at/eingeschenkt.tv/raphael-fellmer-geldstreik/

SirPlus – Video in unserem Intro: https://youtu.be/z3mKG0Kx9ms

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Wer hat Angst vor neuem Geld? Folge 1: Der „Elbtaler“ stellt sich vor.

Das globale Finanzsystem ist aufgrund seiner geschaffenen Struktur extrem anfällig für Krisen und Finanzcrashs. Ganze Staaten und Wirtschaftsteile ersticken unter einer immer höher werdenden Schuldenlast.
Die Zentralbanken drucken Geld in Billionenhöhe, welches aber längst nicht mehr in den Wirtschaftskreislauf fließt, sondern an den Finanzmärkten verspekuliert wird.
Es entsteht ein irrwitziger Kreislauf: Staaten leihen sich von den Banken Geld. Und Staaten retten mit Steuergeldern pleite gegangene Banken. Die Schulden und die damit verbundenen Zinslasten werden bedient, indem weitere, höhere Schulden aufgenommen werden.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Schneeballsystem uns regelrecht um die Ohren fliegen wird.
Was bedeutet das? Es muss umgedacht werden, wenn es ein „weiter so“ nicht mehr geben sollte.

Und es gibt Ideen. Es gibt Denkansätze.
Eine Idee ist die des Regionalgeldes. Eine Regionalwährung, die sich den lokalen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpasst, die ständig im Wirtschaftskreislauf zirkuliert und damit wieder seiner eigentlichen Aufgabe zukommt:
Der Wirtschaft und dem Handel zu dienen. Geld soll nicht gehortet werden und somit Reiche ohne Zutun reicher zu machen. Geld dient nicht zum Spekulieren. Geld soll genauso zirkulieren, wie es der Austausch von Waren und Dienstleistungen erfordert.

In Dresden gibt es das Regionalgeld der „Elbtaler“.
Derzeit wächst durch den Elbtaler ein Netzwerk aus regionalen kleinen und mittelständischen Firmen heran.
Da der Elbtaler eine regionale Währung ist, bleibt die Kaufkraft auch in der Region.
Der Elbtaler ist ein bewusst in Zeit und Raum begrenztes Geld. Er gilt nur in unserer Region und hat eine begrenzte Gültigkeitsdauer.

Thomas Strommer und Michael Grunow erläutern euch in ihrem Vortrag an der TU Dresden, wie das Prinzip des „Elbtaler“ gedacht ist.
Ebenso beleuchten sie die Probleme des derzeitigen global geführten Finanzsystems, um zu argumentieren, warum aus ihrer Sicht die Idee des Elbtalers die bessere wäre.

www.elbtaler.de
Originalvideo im Intro: https://youtu.be/DR0nGlvS118

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Heiko Maas in Zwickau – SPD „Küchentisch“-Gespräch (17.07.2017)

Am 17. Juli 2017 fand in Zwickau im Rahmen einer SPD-Wahlkampfveranstaltung die sogenannte „Küchentischrunde“ statt. Auf Einladung von Sachsens Generalsekretärin und Spitzenkandidatin der SPD Daniela Kolbe saßen unter anderem am Tisch der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, Mario Pecher, Caroline Max und der Bundesvorsitzende des Netzwerks für Demokratie und Courage Ralf Hron.
Im Vorfeld der Veranstaltung gab es sehr viel Unmut und es kam zu Protesten, da nicht alle Besucher zur Veranstaltung zugelassen wurden. Unter massiven Polizeiaufgebot wurden viele Angereiste nicht zur Veranstaltung zugelassen und abgewiesen, obwohl diese Veranstaltung als frei zugänglich und für alle kostenlos kommuniziert wurde. Auf der Webseite der SPD heißt es dazu: „Jede und jeder hat die Möglichkeit an der Diskussion teilzunehmen und seine oder ihre Fragen offen zu stellen.“ [1]
Die Veranstaltung selbst verlief ruhig und sachlich. Die Politiker stellten sich den Fragen der Gäste. Themen waren unter anderem das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, der G20-Gipfel, die Flüchtlingsproblematik und Fragen der Bürger zu regionalen Themen aus der Zwickauer Umgebung wie zum Beispiel die derzeitige Finanzsituation der Polizei.
Wir haben für Euch die Veranstaltung aufgezeichnet. Komplett und unkommentiert.

[1] http://www.spd-sachsen.de/events/kuechentischtour-mit-heiko-maas-in-zwickau/
http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/bundesjustizminister-maas-in-zwickau-102.html

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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn: Europa in der Krise (Universität Leipzig, 20.06.2017)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn sprach auf Einladung von Prof. Dr. Gunther Schnabl am 20. Juni 2017 an der Universität in Leipzig im Rahmen der „Leipziger Wirtschaftspolitischen Gespräche“. Das Thema: „Europa in der Krise“.

In seinem Vortrag setzt sich Hans-Werner Sinn kritisch mit einer zentralisierten Europäischen Union auseinander. Er erklärt, warum die Europäische Union – in ihrer jetzigen Form – keine Zukunft haben wird. Die EU Verträge müssten neu verhandelt werden, weil sich nach dem Austritt des Vereinigten Königsreichs die Mehrheiten im Europäischen Rat zugunsten der Südländer verschieben werden. „Und sie werden es auch „, so Sinn.

Hans-Werner Sinn kritisiert auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die EZB kauft seit Beginn 2015 in riesigem Umfang Wertpapiere. Bis Ende dieses Jahres werden es Wertpapiere für 2300 Milliarden Euro sein, davon für 1800 Milliarden Euro Staatsanleihen und für 500 Milliarden private Wertpapiere wie Unternehmensanleihen. Das sei viel Geld. Sein Vergleich: 1800 Milliarden hätten 600 Transrapid-Strecken vom Münchner Flughafen zum Münchner Hauptbahnhof gekostet. Das Wertpapierankaufprogramm (Quantitative Easing) der Europäischen Zentralbank sei eine gewaltige Umschuldungsaktion zugunsten überschuldeter Euro-Länder und gehe zu Lasten der deutschen Bürger.

Hans-Werner Sinn ist emeritierter Professor der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war von 1999 – 2016 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Er gründete und leitete das internationale Forschernetzwerk CESifo. In den letzten Jahren beschäftigte er sich vor allem mit dem Euro, Griechenland, der europäischen Geldpolitik (TARGET-Salden), grüner Energie, der Demographie und der Migration. Zuvor hatte er sich der deutschen Wiedervereinigung, dem Steuerwesen, der Bankenregulierung und dem Versicherungswesen gewidmet. Hans-Werner Sinn ist einer der einflussreichsten Ökonomen in Deutschland und Europa.

Hier geht’s zum aktuellen Buch: Der Schwarze Juni: Brexit, Flüchtlingswelle, Euro-Desaster – Wie die Neugründung Europas gelingt

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Mitgliederversammlung der „Atlantikbrücke e.V.“ in Berlin. Wir haben nachgefragt (28.06.2017)

Am 28. Juni 2017 fand in Berlin die jährliche Mitgliederversammlung der „Atlantik-Brücke e.V.“ statt. Die Atlantik-Brücke ist ein deutsch amerikanisches Elite-Netzwerk mit über 500 Mitgliedern aus den Bereichen Politik, Finanz, Medien und Wissenschaft, welches 1952 privat gegründet wurde.
Sitz des Vereins ist das Magnus-Haus in Berlin. Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt seit ihrer Gründung auf der Förderung persönlicher Begegnungen zwischen deutschen und amerikanischen Führungskräften aus Wirtschafts- und Geistesleben. Auch die Förderung neuer junger Führungskräfte hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht – das Programm nennt sich „Young Leaders-Programm“. Viel Konkretes erfährt man allerdings nicht zur aktuellen Arbeit dieses Vereins. Die Berichterstattung in den Medien zur aktuellen Mitgliederversammlung ist so gut wie nicht vorhanden.
Also nahm unser Reporter Max die Chance war, einigen geladenen Gästen in Berlin Fragen zu stellen, was sogar zum Teil gelang. Hier ist unser Bericht. Wenn ihr unsere Arbeit schätzt, dann freuen wir uns über eine kleine finanzielle Spende. Denn unsere Berichterstattung kostet uns natürlich Geld. Und ihr könnt uns helfen, dass wir weiter mit unseren Kameras für Euch live vor Ort sind. Lieben Dank!

https://www.atlantik-bruecke.org

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G20 Gipfel: Unser Reporter Max Bachmann wird attackiert.

Es ist der 6.Juli 2017. In Hamburg findet das G20 Gipfeltreffen statt. Unser Journalist Max Bachmann reist nach Hamburg. Ziel ist es, für unsere Zuschauer eine Reportage zu machen, Impressionen einzufangen. Interviews zu führen. Kurz: Die Lage vor Ort zu beschreiben.
Dann geht alles sehr schnell: auf Twitter postet der Freie Journalist Sören Kohlhuber ein Bild von Luke Rudkowski, Max und Tim Pool.
Sören Kohlhuber ist freier Journalist. Er schreibt unter anderem viel für die Potsdamer Neuer Nachrichten, dem Blog „Störungsmelder“ von Zeit Online, der TAZ und dem Tagesspiegel.
Soweit alles kein Problem. Aber warum wird dieses Foto auf Twitter gepostet?
Nun – wir können es nur erahnen, denn plötzlich beginnt eine Art „Jagd“ auf die auf dem Foto zu sehenden Journalisten. Wir haben dies dokumentiert. Filmisch wurde es festgehalten. Die Intention der Leute, die hier angreifen, mag jeder mit sich selbst ausdiskutieren.
Wir von eingeschenkt.tv sagen aber klar und deutlich, dass wir Angriffe, seien sie verbal oder wie hier in körperliche Gewalt ausartend, strikt verurteilen.
Linke Gewalt ist nicht besser als rechte Gewalt. Und wer bei einem G20 Gipfel zu Recht gegen Missstände in dieser Gesellschaft demonstriert, sollte vielleicht einmal darüber nachdenken, ob es Sinn macht, Menschen zu verletzen. Menschen anzugreifen. Die Kameras wegzunehmen.
Wenn ein humanistischer, auf dem Menschenrecht basierender Grundkonsens besagt, dass jeder Mensch geachtet wird (kein Mensch ist illegal) und dass es Meinungsvielfalt geben darf und vor allem Voraussetzung sein sollte, um eine Gesellschaft zu gestalten, die ein Miteinander ermöglicht, trotz kontroverser Ansichten und Meinungen, dann sollte der eine oder andere, der hier handgreiflich wurde, vielleicht einmal darüber nachdenken, ob sein Verhalten den Zielen und Grundwerten entspricht, für die er gedenkt, auf die Straße zu gehen.
Wir wünschen Max gute Genesung.

Links:
http://eingeschenkt.tv/bilder/foto01.jpg

Luke Rudkowski:

Angriff auf Marcus DiPaola

Der Journalist Sören Kohlhuber weiß es ganz genau: eingeschenkt.tv ist (Zitat) ein „verschwörungstheoretisch-antisemitischen Blog“
Rechte Medienaktivisten bei G20 – anschließende Kampagne gegen mich
–Deswegen haben wir ja als eingeschenkt.tv unter anderem auch Anfang des Jahres ein Interview mit einem 91 jährigen Auschwitz überlebenden jüdischen Mitbürger und einem Transgender gemacht…😂 nicht wahr lieber Herr Sören Kohlhuber? Vielleicht sollten Sie sich einfach mal wieder an die journalistische Sorgfaltspflicht erinnern und besser recherchieren?! So ist es leider nicht ernstzunehmen, was Sie da schreiben!–

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Ralph Boes – Wer hat in unserem Staat das Sagen? (25.06.2017)

Wer hat in unserem Staat das Sagen? Vom einfachen (bzw. „selbstverständlichen“) Weg, die Macht selbst wieder in die Hand zu nehmen.

Ein Vortrag von Ralph Boes, welchen wir am 25.06.2017 auf dem Gelände des Friedensfestivals „Pax Terra Musica“ aufgezeichnet haben. Ralph Boes kämpft seit längerem gegen das Hartz 4 System und die oft damit verbundenen Sanktionen gegen betroffene Hartz 4 Empfänger. Durch Ralph Boes‘ Initiative liegt nun seit Mai 2015 beim Bundesverfassungsgericht ein Verfassungsgutachten zur Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit der Hartz 4 Sanktionen vor, das noch in 2017 beschieden werden soll.

zum Podcast: https://hearthis.at/eingeschenkt.tv/ralph-boes/

Zum Inhalt des Vortrags:
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Vor dem Hintergrund einer rasanten Entwicklung unserer Politik, die immer mehr dazu führt, die demokratischen Rechte der Völker und die individuellen Menschenrechte auszuhebeln und Deutschland und Europa zum Spielball global agierender Wirtschaftsmächte und Geldmärkte zu machen, sollte man sich endlich wieder bewusst machen, worin der eigentliche Geist des Grundgesetzes liegt.
Dieser Geist wird für uns besonders durch die
– Artikel 1 GG (Achtung und Schutz der Menschenwürde)
– Artikel 2 GG (Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit)
– Artikel 20 GG (innere Struktur der BRD)
repräsentiert.

Die Kritik richtet sich vor allem am Verhalten der Politik, das Grundgesetz ständig und ohne Abstimmung mit dem Souverän, der Bevölkerung, abzuändern oder ganze Gesetzestexte zu streichen.
Die meisten Änderungen des Grundgesetzes gingen geräuschlos vonstatten. 1993 wurde das Asylrecht eingeschränkt, dann 1998 die Unverletzlichkeit der Wohnung für den sogenannten großen Lauschangriff.
1968 wurden mit den so genannten Notstandsgesetzen gravierende Grundgesetzänderungen vorgenommen.
Am 1. Juni 2017 hat der Bundestag über die Änderung des Grundgesetzes und die damit verbundene Privatisierung von Autobahnen abgestimmt.
Die Vorratsdatenspeicherung, die Rasterfahndung von Reisenden, die Aushöhlung des Asylrechtes, eine massenhafte Handy-Rasterfahndung, der Ausbau des Einsatzes von Staatstrojanern,
der Ausbau der Internet-Massenüberwachung, die Schwächung des Datenschutzes, der Abbau der Geheimdienstkontrolle, die Ausweitung der Videoüberwachung, die Aushöhlung des Gleichheitsgrundsatzes, die Verwässerung des Trennungsgebotes zwischen Polizeien und Geheimdiensten, die schleichende Erweiterung des Einsatzes der Bundeswehr im Innern und die geplante Beschränkung der Meinungsfreiheit sind nur einige Projekte, welche die im Grundgesetz verankerten Rechte aushöhlen und dieses Land Schritt für Schritt autoritärer machen.

Wer hat in unserem Staat das Sagen? Diese Frage stellt Ralph Boes in seinem Vortrag und unterbreitet gleichzeitig Vorschläge, das Grundgesetz im Sinne seines ursprünglichen Impulses zu einer wirklichen Verfassung mit Volksabstimmung zu machen.

Ralph Boes – Wer hat in unserem Staat das Sagen? (25.06.2017) weiterlesen

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